MagentaMobil Start oder Congstar – wer hat die besseren D1 Prepaid Tarife?

congstar prepaid MagentaMobil Start oder Congstar – wer hat die besseren D1 Prepaid Tarife? – Im Netz der Telekom gibt es derzeit mit der MagentaMobil Start Prepaidkarte und den Congstar Prepaid-Tarifen zwei interessante D1 Prepaid Tarife, die in Frage kommen, wenn man eine Karte mit D1-Netz Qualität haben will. Interessanterweise gehören beide Tarife mehr oder weniger zur Telekom. Die MagentaMobil Start ist die originale Simkarte der Telekom und Congstar ist ein Tochterunternehmen, da ebenfalls im Besitz der Telekom ist. Trotz dieser Unternehmensnähe sind die Tarife aber sehr unterschiedlich und eignen sich daher auch für unterschiedliche Nutzungstypen mehr oder wenig gut.

Bleibt die Frage, wann welcher Prepaid Tarif eher zu empfehlen ist. Wir haben uns die Tarife genauer angeschaut um zu zeigen, für wen eher Congstar eine Alternative ist und für wen sich die MagentaMobil Start Simkarte besser rechnet.

telekomDas bieten die MagentaMobil Start Prepaid Tarife

Die neuen Prepaidtarife der Telekom wurden erst 2015 auf den Markt gebracht und haben die bisherigen Xtra Prepaidkarten des Unternehmens komplett abgelöst. Derzeit bekommt man nur noch diese Simkarten und diese Tarife bei der Telekom.

Auf den ersten Blick fällt sofort auf, dass die MagentaMobil Start Karten eine Grundgebühr hat. Das ist für eine Prepaidkarte eher ungewöhnlich. Die monatliche Grundgebühr ist mit 2.95 Euro zwar vergleichsweise niedrig, aber trotzdem vorhanden. Dafür bekommt man eine Flat für komplett kostenlose Gespräche und SMS ins Telekom-Netz (auch zu den Discountern) sowie eine Wunsch-Festnetznummer, zu der man kostenlos telefonieren kann. Alle Gespräche in andere Netze werden mit 9 Cent pro Minute und SMS abgerechnet.

Im Internet-Bereich gibt es bei diesen Prepaid-Tarifen sogar LTE Anbindung. Die MagentaMobil Start Prepaidkarten können das LTE Netz der Telekom mit nutzen. Die maximale Geschwindigkeit ist hier nicht begrenzt, die Karten surfen so schnell, wie es das Netz gerade her gibt. Das sind je nach Ausbau bis zu 300MBit/s. Damit ist die Simkarte der Telekom auf jeden Fall zukunfsfähiger als die Karte von Congstar, denn die die Datenmengen im Netz wachsen weiter. Die Abrechnung des Internet-Zugangs erfolgt per Tages- oder Monatsflatrate. Dabei stehen folgende Varianten zur Verfügung:

  • Tagesflat: 99 Cent pro Tag für 25MB und LTE max
  • Monatsflat S: 2 Euro pro Monat für 150MB und LTE max
  • Monatsflat M: 7 Euro pro Monat für 1000MB und LTE max
  • Monatsflat L:  12 Euro pro Monat für 1500MB und LTE max

Interessant ist die Internet-Sperre. Diese kann auf Wunsch gesetzt werden, dann sind keine Verbindungen zum mobilen Internet möglich und es entstehen damit natürlich auch keine Kosten. Die Simkarte selbst kostet 9.95 Euro und enthält bereits 10 Euro Startguthaben.

Congstar.svgDas bietet die Congstar Prepaidkarte

Bei Congstar gibt es zu den Prepaid-Tarifen seit 2015 wieder einen kompletten Tarifbaukasten. Unter dem Namen „Prepaid wie ich will“ kann man die Congstar Prepaidkarte mit verschiedenen Tarifoptionen aufrüsten. Die Karte selbst hat dabei keine Grundgebühr. Monatliche Kosten entstehen nur, wenn man eine der Optionen bucht.

Zur Auswahl stehen dabei:

Gesprächsoptionen:

congstar Minuten Option 100 2,00 €/30 Tage
congstar Minuten Option 300 4,00 €/30 Tage
congstar Minuten Option 500 8,00 €/30 Tage

SMS Optionen

congstar SMS Option 100 2,00 €/30 Tage
congstar SMS Option 300 4,00 €/30 Tage
congstar SMS Option 500 8,00 €/30 Tage

Internet Optionen

congstar Surf Option 100 2,00 €/30 Tage
congstar Surf Option 300 4,00 €/30 Tage
congstar Surf Option 500 8,00 €/30 Tage

Die Internet-Flatrates bei Congstar bieten derzeit leider keine LTE Zugang. Man kann maximal das HSDPA Netz der Telekom nutzen. Die Geschwindigkeit ist bei den normalen Prepaidtarifen von Congstar auf 7,2Mbit/s begrenzt. Für 5 Euro mehr kann man aber zu den Internet Flat den Datenturbo buchen. Dann surft die Karte doppelt so schnell (14,4Mbit/s) und bietet auch das doppelte Datenvolumen im Monat. Moderne Handys sind allerdings deutlich schneller und die Congstar Karte ist so eher ein Hemmschuh.

Der Grundtarif bei Congstar ist – wie bei der MagentaMobil Prepaidkarte – ein reiner 9 Cent Tarif. Gespräche und SMS werden dabei mit 9 Cent pro Minute bzw. SMS abgerechnet. Im Internet Bereich gibt es auch eine Abrechnung nach Verbrauch. Man zahlt 24 Cent pro MB Datenübertragung. Da ist bei kleinen Datenmengen billiger als bei der Telekom, kann aber bei hohen Datenvolumen sehr schnell sehr teuer werden.

Die Buchung der Flatrates erfolgt sehr flexibel. Man kann sie direkt über den Kundenbereich oder die App buchen. Der Zeitraum für die Buchung beträgt dabei immer einen Monat und die Optionen können auch jeweils zum Ende des bezahlten Zeitraumes wieder beendet werden. Eine längerfristige Vertragsbindung durch die Buchung gibt es damit nicht. Es kann auch kein negatives Guthaben entstehen, da die Flats nur dann weiter gebucht werden, wen genug Guthaben auf der Karte ist.

Die Congstar Karte kostet ebenfalls 9.95 Euro, oft gibt es aber etwas mehr Startguthaben. Dazu kann über Aktionen zusätzlichen Guthaben erworben werden. Solche Aktionen gab es bei Magenta bisher noch nicht.

Congstar oder MagentaMobil Start – welcher Anbieter ist der bessere?

Bei der Entscheidung für oder gegen einen Anbieter sollte man immer davon ausgehen, welche Erwartungen man an den Tarif hat.

LTE-Nutzung: Klar ist die Entscheidung, wenn man LTE zum Prepaidtarif haben möchte. Von beiden Anbieter hat derzeit nur die Telekom Prepaidkarte Zugang zum D1-LTE Netz und daher ist in diesem Fall auch nur die MagentaMobil Prepaidkarte sinnvoll zu nutzen.

Wenig-Nutzer: Ebenso klar ist die Entscheidung für absolute Wenig-Nutzer. Wer weniger als 3 Euro monatlich verbraucht, zahlt mit der Telekom Simkarte zu viel, da hier in jedem Fall 2.95 Euro monatlich abgerechnet werden. Daher würde man für eine Leistung zahlen, die man nicht benötigt. In dem Fall wäre Congstar die besser Variante.

Telekom-Telefonate: Wer viel ins Netz der Telekom telefoniert oder SMS schreibt, ist mit den Magenta Prepaidkarte am besten aufgehoben. Für 2.95 Euro pro Monat bekommt man hier eine Flatrate ins gesamte Netz der Telekom. Das betrifft nicht nur die originalen Karten der Telekom selbst sondern auch Gespräche und SMS zu Discountern wie Congstar, Debitel Light oder andere D1-Anbietern. Bei Congstar wird so eine Flatrate gar nicht angeboten sondern die Verbindungen zu D1 zu den gleichen Konditionen abgerechnet wie zu anderen Netzen.

Freiminuten- und SMS: Wer oft in verschiedene Netze telefoniert oder SMS verschickt, kann sich mit dem Congstar Baukasten einen perfekten Smartphone Tarif zusammen bauen. Congstar bietet dafür Pakete von Freiminuten und -SMS, die frei kombiniert werden können. Diese Möglichkeit gibt es bei der MagentaMobil Karte leider nicht, daher ist man bei Congstar besser aufgehoben, wenn man solche Features nutzen will.

WhatsApp und Messenger: Congstar bietet eine kostenlose Messenger Flat mit 1GB Datenvolumen für Dienste wie WhatsApp und Co. Diese Flat kann gratis gebucht werden, allerdings kann man keine andere Internet Flat in diesem Fall nutzen. Wer viel Messenger-Dienste nutzt hat damit bei Congstar einen deutlich Vorteil.

Unser Fazit zu Congstar und der Telekom Prepaidkarte

Insgesamt gibt es keinen klaren Sieger beim Vergleich beider Karten. Sowohl die Telekom Simkarte als auch Congstar haben Vorteile und Nachteile, die je nach Nutzung eine Rolle spielen oder auch nicht. Von daher sollte man als Kunden sehr genau prüfen, was man benötigt und danach entscheiden.

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