Limitierter Dienst oder Prepaid-Karte inaktiv – das kann man tun

Limitierter Dienst oder Prepaid-Karte inaktiv – das kann man tun – Bei Prepaidkarten (aber teilweise auch bei normalen Simkarten bei Postpaid Tarifen) kommt es vor, dass die Karten nicht mehr genutzt werden können und stattdessen die Fehlermeldung „limitierter Dienst“ kommt. Dann sind die Karten oft inaktiv geschaltet und das ist ein Hinweis darauf, dass die Prepaidkarten früher oder später gesperrt werden. Prepaid Anbieter versuchen so, inaktive Kunden los zu werden, da diese oft nur Kosten verursachen und keinen Umsatz.

Als Kunde hat man in solchen Fällen aber noch die Möglichkeit zu reagieren. Es gibt also (je nach Netzbetreiber unterschiedlich) die Möglichkeit, die Sperrung zu vermeiden und aus einer inaktiven Karten wieder eine aktive Simkarte zu machen, mit der man ganz normal Telefonieren, SMS schreiben und ins Internet gehen kann. Wie das genau geht haben wir in diesem Artikel zusammen gefasst.

Inaktive Telekom Prepaid-Karten

Bei der Telekom haben die originalen MagentaMobil Prepaidkarten eine Laufzeit von zwei Jahren. Wurden die Sim 23 Monate nicht aufgeladen und auch kein Verbindung genutzt, werden sie inaktiv geschaltet und nach dem Monat dann gekündigt und gesperrt. Man kann dies aber vermeiden, wenn man nach der Deaktivierung noch einmal auflädt. Dann wird der Prepaidtarif wieder aktiviert.  Nach der Kündigung hat der Nutzer noch drei weitere Monate Zeit die Karte zu reaktivieren, danach wird die Nummer neu vergeben. Im Kündigungsfall kann man das verbliebene Guthaben zurückfordern, welches einem gesetzlich zusteht. Im Telekom Forum gibt es Nutzer dazu auch folgenden Tipp:

Ich vermute stark das die SIM aufgrund von Inaktivität deaktiviert wurde ! Das heißt : keine Anrufe getätigt, keine SMS gesendet und innerhalb von etwa 23 Monate nicht mehr aufgeladen ! Was kann getan werden ? Anruf bei der Telekom 08003302202 und die SIM reaktivieren lassen und den „Next Pay Day“ –  Aufladezeitraum auf 23 Monate zurücksetzen lassen ! Tipp : hin und wieder mal ein kurzer Anruf , eine SMS und innerhalb 1 – 1 1/2 Jahre mal aufladen verhindert die Deaktivierung der SIM 

Bei Congstar sind die Fristen etwas kürzer, hier sind es 15 Monat bis die Karten gesperrt werden. Auch bei Congstar kann man aber durch eine Aufladung dies vermeiden.

Inaktive Vodafone Prepaid-Karten

Bei Vodafone sind die Fristen unterschiedlich und damit ist es nicht ganz so einfach wie bei der Telekom, diese einzuhalten. Prinzipiell richtet sich die Gültigkeit der Callya Simkarte und des Guthabens nach der Aufladung. Aber auch hier gilt: inaktive Simkarten stehen kurz davor durch Vodafone gekündigt zu werden und wenn man die eigene Sim behalten möchten sollte man aktiv werden. Mit einer Aufladung kann man auch bei Vodafone die Simkarten wieder aktiv schalten, wobei die Höhe der Aufladung darüber entscheidet, wie lange das Guthaben genutzt werden kann.

Vodafone schreibt dazu in den FAQ:

Ihr aufgeladenes Guthaben gilt unbefristet. Wenn Sie Ihre Prepaid-Karte längere Zeit nicht nutzen oder aufladen, können wir sie kündigen. Sie bekommen dazu 30 Tage vorher eine SMS von uns. Tipp: Nutzen Sie Ihr Handy oder laden Sie regelmäßig auf. Laden Sie z.B. 15 Euro auf, ist Ihre Karte weitere 9 Monate gültig. Bei 25 oder 50 Euro sind es 15 Monate.

Prinzipiell kann aber auch ein bereits gesperrter und damit gekündigter Vertrag reaktiviert werden – zumindest in einigen Fällen. Der Prepaid-Tarif kann noch bis zu 90 Tagen nach der Abschaltung durch Vodafone reaktiviert werden.Ansprechpartner dafür ist der Vodafone Kundensupport, entweder per Telefon-Hotline oder direkt im Forum. Sollte die Karte sich nicht mehr reaktivieren lassen, gibt es aber auf jeden Fall noch die Möglichkeit, das Guthaben auszuzahlen.

Inaktive O2/Telefónica und Eplus Prepaid-Karten

O2 arbeitet bei den eigenen O2 Prepaidkarten mit sehr kurzen Fristen, was die Gültigkeit des Guthabens angeht. Dafür gibt es von O2 einen entsprechende Nachricht, wenn die 6 Monate vergangen sind und man kann dann innerhalb von 30 Tagen reagieren und neues Guthaben auf die Simkarten laden. Damit wird die Karte wieder aktiv und kann ganz normal weiter genutzt werden. Sollte die Karte dauerhaft gesperrt worden sein, kann man sich das Guthaben aber trotzdem noch auszahlen lassen. Das erfolgt über ein Formular. Mittlerweile will O2 die Simkarte nicht mehr im Original haben, es reicht dazu die Simkarten Nummer. O2 schreibt dazu:

Zur Bearbeitung der Guthabenauszahlung ist die Angabe der SIM-Karten-Nummer erforderlich. Ohne Angabe dieser Nummer kann der Auftrag nicht
bearbeitet werden.

Diese Nummer findet man natürlich auf der Simkarte, aber auch auf den Begleitdokumenten zur Nummer. Die Eplus Simkarten wurden nach der Übernahme durch O2 ebenfalls auf das O2 System umgestellt. Auch hier finden also die Regelungen von O2 Anwendungen. Teilweise gibt es aber Discounter (wie Blau oder WhatsApp SIM) die andere Regeln haben. Man sollte in diesen Fällen genau prüfen, welche Friste der eigene Anbieter setzt.

Inative Simkarten sind leider nach wie vor bei fast allen Prepaid Anbietern möglich und nach einer gewissen Zeit sperren fast alle Disocunter die Handykarten. Es gibt daher nur wenige Alternative ohne diese Laufzeit und daher sollte man sich darauf einrichten, dass man die Prepaid Tarife immer auch aufladen muss, um sie aktiv zu halten.

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