Handy- und Prepaidtarife ohne Grundgebühr und ohne Mindestumsatz

congstar prepaid Handy- und Prepaidtarife ohne Grundgebühr und ohne Mindestumsatz – In der heutigen Zeit ist ein Handy oder ein Smartphone zur Selbstverständlichkeit geworden und die einen nutzen es regelmäßig und die anderen weniger oder gar nur für Notfälle. Dementsprechend boomt der Markt für Handys und bei den vielen und vor allem vielseitigen Handytarifen verliert man schnell den Überblick, um für sich den geeigneten Tarif zu finden.

Besonders Handytarife ohne Grundgebühr und Mindestumsatz klingen zuerst einmal verlockend, kommen jedoch für Nutzer in Frage, die das Handy selten nutzen und sich ärgern, wenn man jeden Monat eine Grundgebühr zahlen muss.  Sieht man sich also als Wenignutzer und möchte vor allem auch nur das zahlen, was man wirklich benötigt, dann lohnt es sich weiterzulesen, denn im folgenden Überblick sind die besten Handy- und Prepaidtarife im D1-Netz der Telekom, dem D2-Netz von Vodafone sowie im O2-Netz und im E-Plus-Netz zusammengefasst und dazu noch einige wichtige Infos zum Thema zusammengestellt.

Vor- und Nachteile von Handytarifen ohne monatliche Grundgebühr

Der Vorteil von Handytarifen ohne Grundgebühr ist, dass man auch nur das bezahlt, was man auch tatsächlich verbraucht. Hierfür wird pro Einheit (Gesprächsminuten oder SMS) ein fester Centbetrag abgerechnet. Mittlerweile gibt es dazu auch recht günstige Tarife, die bspw. nur 6 Cent pro Einheit berechnen. Beachten sollte man an dieser Stelle, sollte die Handynutzung einmal ansteigen, dass es durchaus günstiger sein könnte, einen Tarif mit Grundgebühr zu wählen, bei dem aber bereits Inklusivleistungen enthalten sind. Ein günstiger Tarif mit Allnet-Flat oder ein Paket mit Freiminuten ist dann besser. Handytarife ohne Grundgebühr machen einen Tarifwechsel zudem besonders leicht, weil sie oft ohne Vertragslaufzeit auskommen und monatlich kündbar sind. So kann man kurzfristig in einen anderen Tarif wechseln. Das ist allerdings nicht immer so.

Der Nachteil: Optionen und Flatrates beinhalten immer eine Grundgebühr. Wer also mehr möchte und am besten eine Internet-Flat, der kommt um eine Grundgebühr nicht vorbei. Natürlich lässt sich das mobile Internet in Handy- oder Prepaidtarifen trotzdem nutzen, aber das kann je nach Nutzung teuer werden. Man sollte also beachten, dass mit hinzugebuchten Optionen aus einem Tarif ohne Grundgebühr sehr schnell auch ein Vertrag mit Gebühr werden kann. Die Alternative wäre dann gleich einen Tarif mit geringer Gebühr zu wählen.

Zudem gibt es bei Tarifen ohne Grundgebühr nicht die Möglichkeit subventionierte Handys und Smartphones mit zu bestellen, da diese über die Grundgebühr abbezahlt werden. Teure Geräte, damit auch kommende Topmodelle müssen daher in der Regel direkt gekauft werden. Bei einigen Handyanbietern gibt es zwar die Möglichkeit, Geräte auch zu Tarifen ohne Grundgebühr hinzu zu bestellen, dann muss aber monatlich für das Handy bezahlt werden oder aber der Kaufpreis ist sehr hoch und kaum subventioniert. In solchen Fällen kann man die Geräte in der Regel auch extra kaufen, denn Vorteil gibt es nicht. Es ist dabei in der Regel besser, bei einem Preisvergleich nach den besten Angeboten für die Smartphones zu suchen.

Außerdem sollte man bei Handy- oder Prepaidverträgen ein Blick ins Kleingedruckte werfen. Einige Discounter haben eine sogenannte Geringnutzungsgebühr, bei der gezahlt werden muss, wenn man den Tarif nicht (genug) genutzt hat. Das entspricht einem sogenannten Mindestumsatz. Auch verlangen manche Anbieter ein erneutes Aufladen der Karte in bestimmten Zeitabständen, auch wenn noch Guthaben vorhanden ist. Im Folgenden werden solche Tarife aber nicht mit aufgenommen.

Was ist eigentlich mit dem Mindestumsatz?

Mindestumsätze waren vor einigen Jahren sehr beliebt. Es wurde dabei immer ein bestimmter Betrag abgebucht, auch wenn nichts genutzt wurde. Der monatliche Verbrauch an Gebühren wurde aber auf diesen Betrag angerechnet.

In den letzten Jahren haben diese Tarife aber zunehmen an Attraktivität verloren. Viele Kunden empfangen die Konstruktionen als wenig transparent. Daher findet man unter den aktuellen Smartphone Tarifen auf dem deutschen Markt keine Angebote mit einem festen Mindestumsatz mehr. Bei älteren Tarifen sind solche zusätzlichen Kosten aber nach wie vor vorhanden.

Weitere Kosten: die Datenautomatik

Im Kleingedruckten findet man häufig auch noch weitere Kosten, die nicht immer abgerechnet werden, aber die monatliche Rechnung nach oben treiben können. Das ist beispielsweise die sogenannte Datenautomatik, die man bei den Drillisch Discountern, aber auch bei BASE oder O2 findet.

Bei dieser Automatik wird bei Überschreitung des monatlichen Inklusiv-Volumens automatisch Datenvolumen nachgebucht. Das sind dann 2 bis 5 Euro pro Nachbuchung und es wird bis zu 3 Mal monatlich nachgebucht – erst danach wird die Geschwindigkeit des Zugangs gedrosselt.

iphone-5s-photopack-cafe-part-1114403_640Prepaid- oder Handyvertrag?

Bei beiden Tarifmodellen zahlt man einen Einheitspreis pro Minute oder SMS. Allerdings hat man bei Prepaid die volle Kostenkontrolle, weil eben nur so viel vom Guthaben verbraucht werden kann, wie Guthaben aufgeladen ist. Irgendwann ist also Schluss. Bei regelmäßiger Nutzung, sollte das Guthaben immer im Auge behalten werden.

Bequemer ist da der Handyvertrag, der zwar keine so gute Kostenkontrolle bietet, dafür muss man nicht ständig Guthaben aufladen, da man in der Regel Bankeinzug festlegen kann.

Es gibt auch Mischvarianten: einige Prepaid Anbieter haben für die Aufladungen sogenannte automatisches Nachladefunktionen. Dabei wird entweder einmal zu einem festen Termin im Monat oder bei Unterschreitung eines gewissen Guthabens automatisch eine Aufladung ausgelöst. Das bedeutet, es muss nicht mehr per Hand nachgeladen werden. Man muss den Guthabenstand auch nicht mehr überwachen. Dafür geht die Kostenkontrolle zum Teil verloren, weil die Automatik den Guthabenstand bestimmt.

Günstige Handy- und Prepaidverträge im D1-Netz der Telekom

Möchte man das beste Handynetz (Telekom), dem D1-Netz, dann muss man mit etwas höheren Preisen rechnen. Begründet wird das mit dem besserem Netzausbau und der Netzqualität, allerdings sollte man vor Ort prüfen, ob sich die Netzabdeckung der einzelnen Handynetze tatsächlich so stark unterscheidet und damit sich teurere Tarife rechtfertigen lassen.Die Telekom selbst hat mittlerweile keine Handytarife ohne Grundgebühr mehr im Angebot. Das Unternehmen bieten neben den Allnet Flatrates auch die hauseigenen Prepaidkarte nur noch mit einer Grundgebühr an. Diese beginnt im Prepaidbereich bei 2.95 Euro monatlich und liegt im Pospaid Bereich bei den MagentaMobil Flatrate bei 34.95 Euro.

So bleibt nur Congstar. Hier gibt es jedoch die Wahl, sich entweder für den 9-Cent-Tarif als ganz normalen Prepaid-Tarif zu entscheiden oder als Handytarif. Unterscheiden tun sich die beiden Congstar-Tarifmodelle „9-Cent“ lediglich in der einmaligen Aktivierungsgebühr und im bereitgestellten Startguthaben.

Congstar „Wie ich will“

  • 9 Cent pro Minute/SMS
  • bei Internet-Nutzung: 95 Cent pro Tag (bis zu 25 MB/Tag)
  • 25 Euro Bonus bei Rufnummernmitnahme
  • Kosten fürs Startpaket: 9,95 Euro (Prepaid)/Bereitstellungspreis: 10 oder 30 Euro (ohne 24 Monate Vertragslaufzeit)

Das Besondere an diesem Tarif ist, das man sehr flexibel kleine Minuten- und SMS-Pakete zu- und abbestellen kann. Beisiel: 100 Minuten oder 100 SMS oder 100 MB für 2 Euro. Leider bietet der Tarif keine LTE-Unterstützung sondern maximal Geschwindigkeiten bis 7,2Mbit/s im HSDPA Netz der Telekom.

Die Telekom selbst stellt derzeit keine Tarife ohne Grundgebühr zur Verfügung. Auch beim Prepaid-Angebot muss man mindestens 2.95 Euro monatlich für den Tarif zahlen.

Pixabay HandyGünstige Handy- und Prepaidverträge im D2-Netz von Vodafone

Die Auswahl im Netz von Vodafone ist da schon etwas größer, aber auch Vodafone selbst bietet keine Tarife ohne Grundgebühr an. Fündig wird man aber bei den Discountern. Dort gibt es diverse 9-Cent-Tarife. Deshalb sticht der Freenet Mobile 8-Cent-Tarif besonders heraus, bei dem eine Einheit nur 8 Cent kostet.

Freenet Mobile 8-Cent-Tarif

  • 8 Cent pro Minute/SMS
  • 19 Cent pro MB
  • 15 Euro Startguthaben
  • 25 Euro Bonus bei Rufnummernmitnahme
  • Kosten fürs Startpaket: 9,95 Euro

Hier bekommt man 15 Euro Startguthaben. Zieht man die 9,95 Euro Startgebühr ab, macht man effektiv 5 Euro Gewinn. Außerdem gibt es 25 Euro Bonus für die Rufnummernmitnahme.

Oder man wählt den Prepaid-Tarif von otelo für 9 Cent pro Einheit, um eine Alternative im D2-Netz an der Hand zu haben. Der Vorteil, hier surft man ebenfalls für 9 Cent durchs mobile Internet.

Otelo Prepaid

  • 9 Cent/Min. in alle deutschen Netze
  •  9 Cent/SMS in alle deutschen Netze
  •  9 Cent/Min. im Internet surfen
  • Einmalig 4,95 Euro Anschlusskosten
  • 5 Euro Startguthaben
  • keine Vertragsbindung

Otelo ist ein Tochterunternehmen direkt von Vodafone. Man kann als Alternative auch direkt die Callya Prepaidkarte von Vodafone nehmen. Die Tarife sind etwa vergleichbar aber die Callya Prepaidkarte bietet LTE Anbindung im Vodafone Netz in den zubuchbaren Flatrates. Das leistet die Otelo Karte bisher leider nicht.

Günstige Handy- und Prepaidverträge im Netz von O2

Mit Blick auf das O2-Netz gibt es sehr viele günstige Handyverträge und Prepaid-Angebote. Doch auch hier finden sich Tarife ohne Grundgebühr nicht bei O2 selbst, sondern bei den Discountern. Vor allem über den Mobilfunk-Konzern Drillisch lassen sich günstige Angebote finden. So zum Beispiel bei WinSim.

WinSim: 6-Cent-Tarif

  • 6 Cent pro Minute/SMS
  • 6 Cent pro MB bei Internet-Nutzung
  • 5 Euro Startguthaben
  • Kosten fürs Startpaket: 9,95 Euro
  • monatlich kündbar

Besonders gut an dem Tarif ist, das man für die Internetnutzung nur 6 Cent pro MB zahlt. Das heißt, selbst wenn man 100 MB Datenvolumen im Monat verbraucht, zahlt man dafür nur 6 Euro. Andere Tarife ohne Grundgebühr sind da wesentlich teurer.

Genauso günstig kommt der Prepaid-Tarif von Discotel daher. Zusätzlich stellt er auch ein höheres Startguthaben (10 Euro) zur Verfügung.

Discotel Prepaid

  • 6 Cent pro Minute/SMS
  • 6 Cent pro MB bei Internet-Nutzung
  • 10 Euro Startguthaben
  • 9,95 Euro Anschlusskosten
  • monatlich kündbar

Discotel hat die Tarife erst in 2016 neu gestaltet und verbessert. Daher bietet das Unternehmen nun einen der günstigen Tarife im O2 Netz (und überhaupt in den deutschen Netzen) an und darüber hinaus hat der Tarif auch Zugang zum LTE Netz von O2. Gerade bei den Tarifen ohne Grundgebühr gibt es nur selten LTE – daher ist das Angebot von Discotel hier eine echte Alternative.

Ansonsten gestalten sich die günstigen Tarife im O2-Netz, wie im unteren Beispiel im Maxxim-Tarif, ebenfalls eine Marke von Drillisch.

Maxxim 8 Cent Tarif

  • monatliche Rechnung,
  • auf Wunsch keine Laufzeit
  • SMS und Gespräche jeweils 8 Cent pro Einheit
  • Internet 24 Cent pro Megabyte

Vorteil hierbei ist: Teilweise gibt es ein hohes Startguthaben und Boni bei der Mitnahme der Rufnummer. Bei Maxxim gibt es derzeit leider noch keinen LTE Zugang, auch wenn der Tarif auch aus dem Haus Drillisch kommt und damit zum gleichen Unternehmen gehört wie Discotel. Eventuell überarbeitet Maxxim die Tarife aber auch bald.

Günstige Handy- und Prepaidverträge im Netz von E-Plus

Das E-Plus Netz ist vergleichsweise etwas schlechter ausgebaut als beispielsweise das Netz der Telekom oder von Vodafone., durch die Zusammenlegung mit O2 aber besser aufgestellt. Unter anderem setzt Aldi auf das billige Netz. Man könnte deswegen meinen, der Lebensmittel-Discounter hätte das günstigste Angebot, doch tatsächlich ist es der Tarif von Galeria Mobil.

Galeria Mobil

  • 5 Cent pro Minute/SMS
  • 5 Cent pro MB bei Internet-Nutzung
  • E-Plus-Netz
  • 5 Euro Startguthaben
  • 9,95 Euro Anschlusskosten
  • keine Laufzeit

Günstigere Angebote lassen sich derzeit nicht finden. Bereits der Simyo Starter startet mit dem Preis pro Einheit bei 9 Cent im E-Plus-Netz.

Simyo Starter 9 Cent

  • monatliche Rechnung,
  • keine Grundgebühr, auf Wunsch keine Laufzeit
  • SMS, Internet und Gespräche jeweils 9 Cent pro Einheit

Simyo ist vor allem deswegen eine Alternative, weil der Tarif viel flexibler ist als die Prepaidkarte von ALDI. Die ALDI Karte kann man offiziell nur in den Filialen von ALDI aufladen. Bei Simyo stehen die normalen Aufladekarten von Eplus zur Verfügung. Damit kann man bei Simyo Guthabenkarten bei fast allen Kiosken und Tankstellen erwerben.

Fazit: Für wen lohnt sich ein Handytarif ohne Grundgebühr?

Vor allem für Nutzer die weniger als 5 Euro im Monat vertelefonieren und SMS verschicken oder wer das Smartphone einfach nur nutzt, um erreichbar zu sein und seltener von sich aus telefoniert. Wer lieber ab und zu mobil im Internet surft, sollte eine kleine Internet-Flat hinzubuchen, dafür fällt dann allerdings eine monatliche Grundgebühr an.

Je mehr Leistungen monatlich in Anspruch genommen wird, desto eher lohnt es sich, auf andere Tarife mit Grundgebühr zurück zu greifen. So ist gerade für Nutzer mit hohem monatlichen Datenverbrauch sinnvoll, auch eine Datenflatrate zum monatlichen Pauschalpreis sinnvoll sein. Wer viel in verschiedene Netze telefoniert sollte auf eine Gesprächsflatrate oder gleich auf eine Allnet Flat zurück greifen.

Handytarife und Mobilfunk-Angebote ohne Grundgebühr müssen daher nicht zwangsläufig die beste Alternative sein. Je nach Nutzung können auch andere Tarife besser sein.

5 thoughts on “Handy- und Prepaidtarife ohne Grundgebühr und ohne Mindestumsatz

  1. Schöner Text, aber welcher Anbieter nun Tarife ohne Grundgebühr und Mindestumsatz (bei Prepaid meist 20€ in 24 Monaten) anbietet, steht nicht drin. Gesucht werden Tarife, die auch nach 26 Monaten ohen Aufladen noch funktionieren.

  2. Der Artikel heißt: „Handy- und Prepaidtarife ohne Grundgebühr und ohne Mindestumsatz“ , davon steht aber nichts drin. Man hätte gleich im Anschluß an die Überschrift schreiben können: So etwas gibt es nicht und Schluß. Man liest und sucht und hat zum Schluß den Eindruck, alles unnützes Gesäusel.

    • Natürlich gibt es eine ganze Reihe von Tarifen, die ohne Grundgebühr und ohne Mindestumsatz auskommen und nicht umsonst haben wir im Artikel ja auch zu jedem Netz mindestens einen passenden Tarif (teilweise auch mehrere) genannt.

  3. Dann bin ich wohl schlecht beraten worden. Vodafone, O2, – sie alle wollen nach sechs Monaten eine Zwangsaufladung der Prepaid-Karte. Allerdings war ich in den Shops, und nicht bei irgendwelchen Discountern.

    • Bei Vodafone wird an sich erst nach 12+1 Monat deaktiviert, da sollte also an sich nach 6 Monaten noch keine Aufforderung zur Aufladung kommen.

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