Congstar oder Vodafone Callya – welches Unternehmen hat die besseren Prepaid-Tarife?

Pixabay HandyCongstar oder Vodafone Callya – welches Unternehmen hat die besseren Prepaid-Tarife? – Vielleicht ist der Vergleich von Congstar und Callya nicht ganz fair, denn mit Congstar tritt nur ein Tochterunternehmen der Telekom gegen die originale Vodafone Prepaidkarte an. Auf der anderen Seiten haben vielen Kunden die Wahl zwischen Congstar oder Vodafone Callya und daher ist es durchaus sinnvoll zu schauen, welche Gemeinsamkeiten es zwischen beiden Angeboten gibt und welche Unterschiede bestehen.

Dabei konzentrieren wir uns in erster Linie auf den Tarif, denn die Hardware-Angebote (die es sowohl bei Callya als auch bei Congstar gibt) sind meistens nur kurzfristig um sie sinnvoll gegenüberstellen zu können. Wir legen den Fokus daher auf die Prepaidtarife beider Anbieter und werden Versuchen die Schwächen und Stärken heraus zu stellen.

 Congstar und Vodafone Callya – was ist gleich?

Beide Prepaid Tarife haben einige grundsätzliche Gemeinsamkeiten. So bieten sie beide Prepaid Abrechnung und dazu eine relativ große Anzahl an Möglichkeiten, neues Guthaben auf die Karten zu laden. Dazu nutzen beide D-Netz, wenn auch das D1 Netz der Telekom bei Congstar und das D2-Netz von Vodafone bei Callya. Darüber hinaus sehen die Tarife auf den ersten Block sehr ähnlich aus, denn beide Anbieter haben einen 9 Cent Tarif und im Datenbereich eine Tagesflat für 99 Cent.

Callya Prepaid Tarif

  • 9 Cent pro Gesprächsminute in alle deutschen Netze
  • 9 Cent pro SMS in alle Netze
  • 99 Cent pro Tag Internet-Zugang
  • keine Grundgebühr

Congstar Prepaid Tarif

  • 9 Cent pro Gesprächsminute in alle deutschen Netze
  • 9 Cent pro SMS in alle deutschen Netze
  • 39 Cent pro MMS
  • 99 Cent pro Nutzungstag Internet (max. 25 MB pro Tag mit maximal 7,2Mbit/s)

Dazu können in beiden Tarifen Datenvolumen nachgebucht werden. Hat man bei den Flatrates das monatliche Inklusiv-Volumen aufgebraucht, kann man zusätzliche Volumen kostenpflichtig auf die Karten buchen. Allerdings erfolgt das nicht automatisch sondern nur nach Zustimmung des Kunden – einen Datenautomatik gibt es also in beiden Fällen nicht.

Allerdings gibt es trotz dieser vielen Ähnlichkeiten auch einige wichtige Unterschiede, die beide Karten für verschiedene Nutzergruppen mehr oder weniger sinnvoll machen.

 
Die Vorteile und Stärken der Vodafone Callya Karte

Vodafone hat die Callya Karte mittlerweile wieder in den Fokus genommen und in den letzten Wochen und Monaten deutlich aufgerüstet. Man bekommt hier also einen Tarif, der regelmäßig weiter entwickelt wird und den Vodafone auch immer wieder an die neusten Entwicklungen auf dem Markt anpasst.

Die Stärken der Vodafone Prepaidkarte sehen dabei wie folgt aus:

  • schnellste Prepaidkarte auf dem Markt: Mit einer gebuchten Tarifoption verfügt die Callya Simkarte über LTE Zugang zum gut ausgebauten LTE Netz von Vodafone und ist damit einer der wenigen LTE Prepaidtarife auf dem deutschen Markt. Die maximalen Geschwindigkeiten liegen dabei bei 225MBit/s (im Download). So schnell ist keine andere Prepaidkarte in Deutschland. Der Speed entspricht dem der normalen Handytarife von Vodafone.
  • kostenlose Prepaid Freikarte: Die Handykarten von Callya sind derzeit als Prepaid Freikarten zu haben. Es gibt daher keinen Kaufpreis und keine Versandkosten, die Bestellung erfolgt damit kostenfrei und komplett ohne Risiko. Dazu haben die Karten auch keine längerfristige Vertragslaufzeit. Wer sie nicht mehr benötigt oder mit den Tarifen nicht mehr zufrieden ist, kann jederzeit auch wieder kündigen.
  • Viele Möglichkeiten zur Aufladung: Die Callnow Guthabenkarten von Vodafone gibt es mittlerweile fast überall in Deutschland in Supermärkten, Kiosken und an Tankstellen. Dazu gibt es viele andere Formen der Guthabenaufladung und eine eigenen App, mit der ebenfalls Guthaben nachgeladen werden kann. Man ist als Kunde also sehr flexibel, was die Aufladungen betrifft.

congstar prepaidDie Vorteile und Stärken der Congstar Prepaidkarte

Congstar kann im Datenbereich wenig punkten, da das Unternehmen kein LTE anbieten kann und die Geschwindigkeiten bei der Datenübertragung im Vergleich zur Callya Karte daher deutlich hinterher hinken. Dafür kann Congstar in Sachen Flexibilität glänzen, denn das Unternehmen bietet einen kompletten Tarifbaukasten, mit dem man sich als Kunde einen passenden Tarif auf Wunsch zusammen stellen kann.

Folgende Baukastenoptionen stehen dabei zur Verfügung:

Gesprächsoptionen:

congstar Minuten Option 100 2,00 €/30 Tage
congstar Minuten Option 300 4,00 €/30 Tage
congstar Minuten Option 500 8,00 €/30 Tage

SMS Optionen

congstar SMS Option 100 2,00 €/30 Tage
congstar SMS Option 300 4,00 €/30 Tage
congstar SMS Option 500 8,00 €/30 Tage

Internet Optionen

congstar Surf Option 100 2,00 €/30 Tage
congstar Surf Option 300 4,00 €/30 Tage
congstar Surf Option 500 8,00 €/30 Tage

Die Tarifoptionen haben dabei jeweils eine Laufzeit von 30 Tagen und können über die Congstar App oder den Kundenbereich sehr schnell und einfach wieder gewechselt werden. Als Congstar Kunden kann man sich faktisch monatlich einen neuen Tarif zusammen stellen.

Dazu bietet Congstar noch einen Vorteil, die sogenannte Messenger Flat. Das ist interessant für Nutzer von WhattsAPp und anderen  Messengern: Congstar bietet eine kostenlose Messenger Flat mit 1GB Datenvolumen für Dienste wie WhatsApp und Co. Diese Flat kann gratis gebucht werden, allerdings kann man keine andere Internet Flat in diesem Fall nutzen. Wer viel Messenger-Dienste nutzt hat damit bei Congstar einen deutlich Vorteil. Im restlichen Internet surft man aber damit eher langsam, denn der Speed dieser Flat beträgt nur maximal 32Kbit/s. Das ist extrem langsam und für Webseiten kaum zu nutzen. Messenger dagegen verschicken nur wenige Daten und werden von dieser geringen Geschwindigkeit daher nicht beeinträchtigt.

Fazit: Congstar oder Vodafone Callya – das sind unsere Empfehlungen

Im Datenbereich ist relativ klar, an wen der Sieg im Prepaidvergleich zwischen Congstar und Callya geht. Die Callya Prepaidkarte hat aktuell den schnellsten Prepaid Tarif auf dem deutschen Markt und bietet noch dazu LTE Zugang – in beiden Fällen kann Congstar leider nicht mithalten. Das Unternehmen liegt bei den Übertragungsgeschwindigkeiten deutlich zurück – vor allem auch, weil man nur 3G Verbindungen nutzen kann und keinen Zugang zum LTE Netz der Telekom hat. In Zahlen ausgedrückt bedeutet dieser Unterschied 225Mbit/s gegen 14,4Mbit/s – je nach Netzausbau sind die Callya Karten also bis zu 16mal schneller.

Congstar kann seine Stärken dagegen ausspielen, wenn es um die Nutzung von WhatsApp und anderen Messengern geht. Die kostenlose Messengerflat gibt es so bei Callya nicht und dazu bietet das Unternehmen einen sehr flexiblen Tarifbaukasten, den man so ebenfalls nicht bei Vodafone findet. Man kann damit sehr flexibel den eigenen Wunschtarif zusammen stellen. Callya bietet lediglich zwei vorgefertigte Optionen an – passen diese nicht zum eigenen Nutzungsverhalten, hat man keine weitere Auswahl. Congstar ist also dann interessant, wenn man nicht dem normalen Telefonie-Typus entspricht oder aber häufiger auch mal wieder wechseln will.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.