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Prepaid-Tarife: Das spricht für die Vertragsfreiheit

Wer gerne mobil telefonieren und vielleicht auch im Internet surfen möchte, der braucht nicht dringend auch einen Vertrag mit einer Laufzeit, die meist über mehrere Jahre geht. Mobiltelefonie kann man auch einfacher haben und zwar mit einem Prepaid-Vertrag. Die Infos dazu:

Was bedeutet Prepaid eigentlich?

Prepaid stammt, wie so viele Begriffe heutzutage auch, aus dem Englischen und bedeutet schlicht und einfach, dass man für die Leistungen bereits im Voraus bezahlt hat. In der Regel läuft das so, dass man entweder ein bestimmtes Guthaben auflädt, das man dann abtelefoniert.

Wenn das Gut haben aufgebraucht ist, kann man sich einfach neues nachkaufen, oder man wartet ab, kann aber in der Zeit nur angerufen werden. Ohne Guthaben, kann man nämlich nicht telefonieren und auch nicht im Netz surfen – außer man ist in einem kostenlosen W-Lan.

Prepaid mit oder ohne Smartphone?

Wer sich für die Prepaid-Option entscheidet, muss sich in der Regel sein Smartphone selbst finanzieren. Im Gegensatz zu der Vertrags-Option. Denn bei den meisten Handy-Verträgen, bei denen man sich über mehrere Monate an einen Anbieter bindet, werden die Smartphones mit subventioniert. Der Anbieter ist nämlich daran interessiert, möglichst viele Menschen davon zu überzeugen, einen Vertrag bei ihm abzuschließen und bietet so das Smartphone etwas günstiger in einem Komplettpaket an.

Das bedeutet aber noch lange nicht, dass man bei einem Prepaid-Tarif auf auf das neueste und schickste Smartphone verzichten muss. Man kann das nämlich auch einfach selbst kaufen! Wem das nötige Kleingeld dazu fehlt, der kann sein Smartphone auch einfach finanzieren. Auf diese Weise stottert man monatlich einen fixen Betrag für sein neues Smartphone ab und kann es am Ende sein Eigen nennen. Der Vorteil dieser Option: Damit kann man das neueste Smartphone haben und gleichzeitig von der Freiheit eines Prepaid-Tarifes profitieren.

Prepaid: Das gibt es zu beachten

Das Smartphone zu finanzieren ist also durchaus eine gute Möglichkeit, wenn man mit den neuesten Trends am Handymarkt mithalten möchte. Wer sein Handy mit einer Prepaid-Karte betreiben möchte, der sollte allerdings darauf achten, dass es SIM-Lock-frei ist. Ist das Smartphone nämlich gesperrt, hat man häufig nicht die Wahl, mit welchem Provider man es betreiben möchte. Das macht gerade das Telefonieren mit einem Prepaid-Tarif schwierig. Muss man das Smartphone dann extra entsperren lassen, kostet das meist relativ viel Geld und lohnt sich dann kaum noch.

Mit Prepaid volle Kostenkontrolle

Hat man ein Smartphone mit einer Prepaid-Karte kann man nur dasjenige Guthaben abtelefonieren und versurfen, das man vorher aufgeladen hat. Gerade für ältere Kinder, die bereits ein Smartphone haben, ist das eine tolle Möglichkeit. Die Eltern müssen sich nämlich keine größeren Sorgen um die Kosten für ein Smartphone bei ihren Kleinen machen. Im Gegensatz zu einem Vertrag, bei dem die Kleinen ohne viel Kontrolle von außerhalb telefonieren können, bestimmten die Eltern bei einem Prepaid-Tarif, wie viel die Kids telefonieren. Und ist das Guthaben aufgebraucht, ist es weg. So lernen die Kids in einem Schritt auch noch ein bisschen mehr Verantwortungsbewusstsein.

Prepaid und die Gültigkeit

Es gibt sie tatsächlich: Die Handynutzer, die ihr Guthaben so gut wie nie aufbrauchen. Natürlich sind das meist Prepaid-Kunden, da sich ein Vertrag bei einer derart geringen Nutzung überhaupt nicht rechnen würde.

Was zunächst gut klingt, dass man nämlich sehr lange mit seinem im Voraus bezahlten Guthaben auskommt, hatte früher einen gewaltigen Nachteil: Je nach Anbieter wurde das Prepaid-Guthaben nach einer gewissen Zeitspanne deaktiviert. Das bedeutete, dass man sein bereits bezahltes Guthaben nicht mehr benutzen konnte. Natürlich wollten sich das einige Kunden nicht gefallen lassen und zogen daher vor den Bundesgerichtshof. Der gab ihnen Recht: In seinem Urteil vom 9.06.2011 entschied er, dass im Voraus bezahlte Leistungen nicht einfach gestrichen werden, bzw. verfallen dürfen.

Doch darauf reagierten auch die Prepaid-Anbieter: Zwar verfallen die Guthaben nun nicht mehr, die Karten werden aber einfach abgeschaltet, wenn sie lange Zeit nicht genutzt werden.

Wer sich für einen Prepaid-Anbieter entscheidet und bereits im Vorhinein weiß, dass er oder sie nicht viel und auch nicht häufig telefonieren wird, sollte sich daher vorab die AGB des Anbieters genau ansehen. Ob und wenn ja, nach welcher Zeitspanne eine Abschaltung der SIM-Karte droht.

Wechsel von Vertrag zu Prepaid? Die Rufnummernmitnahme

Entscheidet man sich dafür, am Ende der Vertragslaufzeit aus der monatlichen Vertragsbindung auszusteigen und in die Prepaid-Freiheit zu starten, möchte man häufig seine alte Handynummer behalten. Denn Freude und Bekannte kennen diese Nummer bereits und es ist immer mit Aufwand verbunden, seinen gesamten Kontakten die neue Nummer zukommen zu lassen.

Die Rufnummernmitnahme erspart einem diese mühselige Arbeit. Grundsätzlich ist das bei den meisten Prepaid-Providern auch möglich, allerdings zu unterschiedlichen Konditionen. Während die einen ihrem neuen Kunden sogar eine Prämie dafür zahlen, wenn er oder sie die alte Nummer mitbringt, muss man bei anderen Anbietern dafür noch extra zahlen.

Wem es wichtig ist, seine alte Nummer zu dem neuen Anbieter mitzunehmen und wer nicht noch zusätzlich Geld dafür bezahlen möchte, der sollte sich ebenfalls vorher unbedingt die Vertragsbedingungen ansehen. Mit dem richtigen Angebot kann man nämlich auch hier einiges an Geld sparen – und das kann man dann sofort wieder zum Aufladen des Prepaid-Guthabens nutzen.

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